Über 20 Datenquellen – MQTT, Zigbee, lokale APIs und Cloud-Dienste – laufen in einem Home Assistant zusammen. Automationen entscheiden in Sekunden, Claude erklärt, warnt und rechnet nach. Ein privates Projekt, das zeigt, was entsteht, wenn Geräte, Daten und KI zusammenspielen.

Home Assistant läuft auf einem Home Assistant Green und ist die Zentrale für alles: Geräte melden sich lokal, Cloud-Dienste liefern Prognosen und Tarife. Die KI liest nur – jede Schaltentscheidung treffen Automationen.
Über 20 Quellen per MQTT, Zigbee, lokalen REST-/cgminer-APIs und Cloud-Diensten – lokal zuerst, damit alles, was schaltet, auch ohne Internet läuft.
Claude schreibt ein tägliches Haus-Tagebuch, diagnostiziert Miner-Fehler und beurteilt, ob sich Mining lohnt – auf berechneten Werten, nur lesend.
~90 Automationen schalten in Sekunden: ein Spitzenwächter alle 20 s, Verbraucher, die dem Solarüberschuss folgen, Selbstheilung. Regeln im Code, Erklärungen von der KI.
Jackery SolarVault über MQTT (Mosquitto); Bewegungsmelder, Türkontakt, Funktaster und Leuchten über Zigbee (ZHA, USB-Dongle).
Fronius-Wechselrichter und Smart Meter (sekündlich gelesen), Wattpilot, Bitaxe (AxeOS REST), Avalon (cgminer-API) und Shelly-Stecker.
Forecast.Solar, Met.no, Fronius Solar.web, Tuya, Govee, energiedaten.at – dazu Braiins, Ocean, CoinGecko und aWATTar für die Mining-Rechnung.
uni-meter gibt sich als EcoTracker-Zähler aus, gespeist aus den Fronius-Werten. Der Jackery regelt damit auf Nulleinspeisung – ohne zusätzliche Hardware.
Die vollständige Liste mit jeder Quelle und jedem Protokoll steht unten in den Details.
Claude schaltet in meinem Haus nichts. Die KI liest berechnete Werte, erklärt sie in Alltagssprache, findet Auffälligkeiten und beantwortet Fragen.
„Heut hab ich die Prognose ordentlich blamiert: 10,8 kWh waren angesagt, 16,9 kWh hab ich vom Dach geholt … Mit 76 % Autarkie war das mein bester Tag der Woche.“ Echter Eintrag vom 23.10.2026 – dazu ungefragt: „Im WC des Ferienhauses misst der Fühler 23,1 Grad, obwohl nicht geheizt wird. Bitte den Fühler prüfen.“

Jede Stunde, solange Solarstrom eingespeist wird, prüft Home Assistant alle vier Miner und den Keller. Fällt die Hashrate oder wird etwas zu heiß, übergibt ein HA-AI-Task Claude alle Werte mit ihren Normalbereichen. Claude schreibt pro Gerät eine Diagnose mit konkreten Maßnahmen – Lüftung öffnen, Miner drosseln, abschalten – als Meldung und als Push „🚨 Mining Alarm“ aufs Handy.
Ein n8n-Workflow erzeugt auf Abruf ein Dashboard und beantwortet eine Frage: Bringt es mehr, den Solarstrom zu verkaufen, statt damit zu minen? Als Kosten zählt der entgangene Einspeisetarif (Opportunitätskosten), nicht der Netzpreis, weil die Miner nur Überschuss nutzen.
„Mining lohnt sich aktuell nicht: Die Jahresprognose zeigt selbst im Bullish-Szenario (BTC 92k€) ein Minus von ca. 13 €, im Base-Case 20 € bei −46 % ROI. Haupttreiber ist der BTC-Kurs, da die Hashrate der kleinen Miner ohnehin minimal ist.“ Einschätzung von Claude im Dashboard.
Der eingebaute MCP-Server von Home Assistant lässt Claude Code über das Model Context Protocol Sensoren lesen und mit dem Haus arbeiten – privat, mit Admin-Konto.
Die meisten Automationen, Dashboards und eigenen Karten sind gemeinsam mit Claude Code entstanden. Das Wissen steckt in einem öffentlichen Home-Assistant-Skill.
Claude Haiku mit einem einzigen, nur lesenden Tool über eine feste Liste von Energiesensoren und einem eigenen Benutzer ohne Admin-Rechte. Er kann antworten, aber nie schalten.
Ab 2027 enthält das österreichische Netzentgelt auch für Haushalte einen Leistungspreis: Es zählt die höchste Viertelstunde im Monat, und über 10 kW kostet jedes Kilowatt etwa das Doppelte. Meine Auswertung zeigte: Seit März lag ich jeden Monat darüber, mit Spitzen bis 14,6 kW – meist Auto plus Herd. Der Spitzenwächter läuft alle 20 Sekunden und rechnet die laufende Viertelstunde hoch. Würde sie 10 kW (mit 0,5 kW Puffer) überschreiten, greift er ein:
Vor dem Livegang habe ich ihn gegen einen nachgestellten Ladeabend simuliert. Geschätzte Ersparnis: rund 150 € Leistungspreis pro Jahr.
Der Wächter ist inzwischen eine Open-Source-Integration für Home Assistant, die Sie über HACS installieren können. Zur Projektseite →
„Mein Spitzenwächter hatte ab 10:15 gut zu tun: Er hat die Wallbox immer wieder gedrosselt, zweimal kurz auf einphasig geschaltet … Unter 10 kW ist es geblieben.“ Aus dem Tagebuch am Abend (Claude). Unter „Aufgefallen“: ein doppelter Protokolleintrag – ein echter Fehler, den die KI vor mir sah.
Jede Quelle, jedes Gerät und jede Automation – klapp auf, was dich interessiert.
Lokal zuerst: fast alles, was schaltet, läuft ohne Internet. Cloud-Daten kommen nur dort zum Einsatz, wo es lokal nichts gibt.
Ein Fronius-Wechselrichter mit dreiphasigem Smart Meter am Netzanschluss. Der Zähler wird jede Sekunde gelesen – er ist die Grundlage für jede Überschuss-Entscheidung im Haus.
Der Jackery SolarVault 3 mit Zusatzakku braucht für die Nulleinspeisung einen Netzzähler. Statt einen zu kaufen, emuliert das Add-on uni-meter aus den Fronius-Werten einen EcoTracker-Zähler und meldet ihn per mDNS an. Der Akku lädt aus Überschuss und entlädt genau so viel, wie das Haus bezieht. Lehrgeld: Eine Shelly-Pro-3EM-Emulation erkennt die Jackery-App nicht – nur EcoTracker funktioniert.
Der Fronius Wattpilot lädt mit Solarüberschuss und wird vom Spitzenwächter zwischen 16 A und 6 A gedrosselt, notfalls einphasig. Während das Auto lädt, geht der Jackery auf 50 W zurück, damit der Akku seine Energie nicht ins Auto schiebt. Lädt das Auto trotz Sonne nicht, kommt eine Meldung.
Die Poolpumpe läuft ab 9 Uhr, wenn die PV mehr als 1,5 kW liefert, der Küchen-Warmwasserstecker macht in festen Zeitfenstern Solarpause, und die Miner skalieren mit dem Überschuss. Jeder Schaltvorgang hat Wartezeiten und Ein-/Aus-Schwellen als einstellbare Helfer.
Vier kleine Miner nutzen nur Strom, der sonst ins Netz gehen würde. Ihre Leistung folgt dem Solarüberschuss, und sie schützen sich selbst vor Überhitzung.
Open-Source-Miner mit etwa 1,1 und 2,2 TH/s bei 15–30 W. Drei Modi: Pool-Mining am Tag, Solar-Modus bei Überschuss und nachts ein „Lotterie“-Solopool. HA wechselt Pool und Einstellungen über die AxeOS-API. Warnung bei 65 °C, Abschaltung bei 75 °C.
Je bis etwa 6 TH/s. Der Arbeitsmodus wechselt mit dem Überschuss: Low ab 0 W, Mid ab 200 W, High ab 500 W Einspeisung. Sie schalten bei 250 bzw. 500 W Einspeisung ein und unter 50 W aus, jeweils nach 10 Minuten Wartezeit, und starten immer im Low-Modus.
Die Miner stehen im Keller. Ein Lüfter an einer smarten Steckdosenleiste schaltet ein, wenn ein Govee-Thermometer mehr als 26 °C misst oder ohnehin genug Solarstrom da ist, und nach einer Wartezeit wieder aus.
Braiins Pool mit Auszahlung über Lightning, Ocean als Alternative und nachts ein Solo-„Lotterie“-Pool, bei dem ein einziger gefundener Block die volle Belohnung bringen würde.
Zigbee-Leuchten reagieren nur zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang: Geht die Haustür auf, leuchtet das Eingangslicht 5 Minuten, ein Bewegungsmelder schaltet beide Flurlampen für 3 Minuten ein, und ein Funktaster schaltet sie von Hand.
Ein Lüfter schaltet ein, sobald die Luftfeuchte über 60 % steigt, und von selbst wieder aus.
Sechs Räume mit Heizsteckern und Thermostaten. Modi (aus, Winter-Sollwert, Wochenplan) und Urlaubsprogramme schreibt Home Assistant in die Stecker, mit Warnung, wenn einer nicht bestätigt. Den Verbrauch liefern die Viertelstundenwerte des Netzbetreibers.
Der Netzwächter startet den Home-Assistant-Host neu, wenn Router und Wechselrichter 10 Minuten nicht erreichbar sind, und meldet sich danach. Das Software-Smartmeter warnt bei Ausfall und meldet sich nach jedem Neustart neu an.
Mein eigenes Strom-Dashboard mit selbst gebauten Karten: eine animierte Energiefluss-Karte zwischen PV, Netz, Akku, Haus und Auto sowie Tagessummen – im dunklen Design.
Zeigt den emulierten Zähler, den der Jackery sieht, seinen Status und die Akkusteuerung an einem Ort – so fällt ein Ausfall des Software-Smartmeters sofort auf.
Jede Viertelstunde gegen die 10-kW-Grenze – hier sieht man den Spitzenwächter arbeiten.
Scriptable-Widgets auf dem Homescreen: der Tagesspruch aus dem Tagebuch, der Energiefluss, die Tageswerte und das Ferienhaus – ohne eine App zu öffnen.






